Dienstag, 17. April 2012

Wildkräutersammlung im Mühltal

Am vergangenen Freitag war ich mit meiner Ausbildungsgruppe Phytotherapie auf Exkursion im Mühltal. Für alle nicht Ortsansässigen, das liegt in der Nähe von Starnberg bei München.
Leider hatten wir kein Wanderwetter, dafür viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Regen und noch viel mehr dunkle Wolken, incl. den kältesten Füßen des Jahres ;) Darum sind die Fotos auch nicht superoptimal geworden, aber ich habe mir trotzdem viel Mühe gegeben ;)

Los ging es am Forsthaus Mühlthal mit unserem Exkursionsleiter Ulle Dopheide. Von dort sind wir Richtung Mühltalquelle, wo wir unsere mitgebrachten Flaschen auffüllen konnten.














Weiter ging es zu einer wunderschönen Stelle im Wald, auf der wir unsere gesammelten Kräuter verarbeiteten. Leider hauptsächlich gekocht, aber es gab auch was für die Rohköstler ;) Darüber berichte ich in einem anderen Post noch ausführlich!

Und jetzt spann ich euch nicht weiter auf die Folter, sondern lasse Euch an meinen gesammelten Kräuterchen teilhaben :D


























Dann hätten wir da noch die Kandidaten, die ich erst zu Hause abgelichtet habe :D 
Es sind zwar auch welche doppelt dabei, aber dann kann man sie sich noch besser einprägen ;) Schließlich hält ja doppelt bekanntlich besser!!!

Ganz vorzüglich fand ich den Hainsalat (auch Bratkartoffelkraut genannt*danke Angelika*), der tatsächlich wie Bratkartoffeln riecht und schmeckt. Also wenn man als Rohköstler mal Lust auf Bratkartoffeln hat, Hainsalat sammeln ;)
Laut unserem Dozenten war der Waldmeister noch zu jung, um seinen Geschmack zu entfalten....also später noch mal pflücken!
Klettenlabkraut haftet wirklich sehr gut an der Kleidung und lässt sich, neben dem Verspeisen, auch sehr gut zu Kränzen, für z.B. Kindergeburtstage binden bzw. zusammendrehen.
Scharbockskraut sollte am besten noch vor der Blüte gesammelt werden.
Giersch schmeckt meiner Meinung nach ein wenig zitronen- bzw. limettenartig. Ich liebe ihn und wachsen tut er auch überall!
Die Knoblauchsrauke schmeckt, wie der Name schon sagt, nach Knoblauch ;)
Beim Löwenzahn kann man tatsächlich alles essen. Laut sämtlichen Ammenmärchen ist der Milchsaft der Stengel der Blüte giftig, dies ist aber nicht so :D
Zur Brennessel gibt es (noch) nicht viel zu sagen, ausser essen was das Zeug hält, da sie wirklich viel Eisen enthält, welches vom Körper sehr gut verwertet werden kann! 

Natürlich habe ich mir noch ein paar ander tolle Kräuter eingepackt, nämlich















und















Welch lieblicher Duft vom Veilchen ausgeht, wirklich der Wahnsinn! Zum Dekorieren der Speisen ist es auch sehr gut geeignet. Und gestern habe ich festgestellt, dass sie in Massen bei mir im Garten wachsen *hurra*!!!
Der Bärlauch wurde von mir getrocknet und heute zu Pesto verarbeitet. 
Dafür habe ich einfach gemahlene Nüsse (Haselnuss, Mandel, Walnuss, was man halt da hat), ein wenig Salz, Olivenöl und Sonnenblumenöl mit dem Bärlauch vermischt, in Gläser gefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Das mit dem Trocknen, bzw. Antrocknen ist sehr wichtig, wenn man das Pesto längere Zeit aufbewahren möchte, da es passieren kann, wenn zu viel Feuchtigkeit in Form von Wasser im Pesto ist, es zu gären anfängt. 

Wen ich Euch nicht vorenthalten möchte, das ist der Waldgeist, der mich aus einem Baum angelächelt hat :D 
 Könnt Ihr ihn auch sehen???

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in die Wildkräuter geben, die man sammeln und verzehren kann.
Viel Spaß beim Suchen, Sammeln, Zubereiten und Verspeisen der Wildkräuter!

Habt noch einen entspannten Abend!
Bis bald!

Alles Liebe,
Miriam

Kommentare:

  1. Tolle Einführung und schon was dazu gelernt! <3

    LG, Frau Momo

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  2. Ui, das freut mich :D
    Liebe Grüße,
    Miri

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